Die Beschlüsse des Europäischen Parlaments zur Nachhaltigkeitsgesetzgebung gehen in die richtige Richtung, doch nun brauchen Firmen schnell Rechtssicherheit.
Das EU-Parlament hat in dieser Woche dem Kommissionsvorschlag einer Verschiebung der Umsetzungs- und Anwendungsfristen der Lieferketten-Richtlinie (CSDDD) und der Nachhaltigkeitsberichterstattungs-Richtlinie zugestimmt. Damit kann das europäische Lieferkettengesetz verschoben werden. Unternehmen sollen mehr Zeit bekommen, sich darauf vorzubereiten. Außerdem soll die Richtlinie vereinfacht werden, um noch mehr Bürokratie für die Unternehmen zu verhindern.
Anne-Kathrin Göbel, Leiterin der Abteilung CSR beim Gesamtverband textil+mode, fordert jetzt rasche Rechtssicherheit für die Firmen: „Die Beschlüsse des Europäischen Parlaments (EP) gehen in die richtige Richtung, Wir appellieren an den Europäischen Rat und die Europaabgeordneten, umgehend in die Verhandlungen über die inhaltlichen Änderungen der Richtlinien einzusteigen. Ansonsten werden die jetzt erzielten Fristen schon wieder zu knapp bemessen sein. Die Unternehmen brauchen zügig Rechtssicherheit darüber, zu was sie gesetzlich verpflichtet sein werden und ausreichend Zeit, die neuen Anforderungen umzusetzen.“